v.l.n.r.: Monika Günter (Ehrenamtliche) und Doris Koch (Fundraiserin) auf dem Alten Markt in Hachenburg
©Foto: Sora Schwarz

Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst Westerwald nutzte Welt-kindertag und Welthospiztag in Hachenburg, um über seine Arbeit zu informieren

Hachenburg, 26. Oktober 2026: Kinderhospizarbeit sichtbar machen, Berührungsängste abbauen und mit Menschen ins Gespräch kommen: Mit diesem Ziel beteiligte sich der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Westerwald an zwei wichtigen Aktionstagen in Hachenburg. Sowohl beim Familienfest zum Weltkindertag auf dem Alten Markt als auch bei einer Veranstaltung anlässlich des Welthospiztags im CINEXX nutzten Haupt- und Ehrenamtliche die Gelegenheit, über ihre Arbeit zu informieren und neue Kontakte zu knüpfen. Mit dabei war Hope, der Bärenbotschafter der Deutschen Kinderhospiz Dienste. Die zahlreichen Begegnungen zeigten, wie wichtig der persönliche Austausch ist, um auf die Situation von Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen aufmerksam zu machen. Weitere Infos unter Telefon 02662 – 949 45 90 oder kontakt@ambulanter-kinderhospizdienst-westerwald.de

Im Westerwald leben mehr als 240 schwerstkranke Kinder und Jugendliche. Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Westerwald arbeitet seit Mitte 2024 vom Standort Hachenburg aus mit hoher Intensität und Motivation daran, möglichst viele dieser Familien zu erreichen. Drei Koordinatorinnen, eine Fundraiserin und ein großes Team ausgebildeter Ehrenamtlicher begleiten die betroffenen Kinder, helfen den Familien im herausfordernden Alltag und organisieren weitere Angebote wie Geschwister- und Familientage sowie Mütter- und Väterstammtische. Um Familien frühzeitig auf diese Unterstützungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen, ist die Vernetzung mit anderen Einrichtungen und der Öffentlichkeit ein wichtiger Bestandteil der Arbeit.

Weltkindertag: Spielerisch ins Gespräch kommen

Beim vierten Hachenburger Familienfest zum Weltkindertag am 20. September verwandelte sich der Alte Markt in einen lebendigen Treffpunkt für Kinder und Familien. Organisiert wurde die Veranstaltung von Ute Fährmann vom städtischen Familienzentrum und Claudia Kühn vom Katholischen Familienzentrum im Rahmen des Hachenburger Familiennetzwerks. Zahlreiche Vereine und Einrichtungen, die sich ganzjährig für Kinder und Familien engagieren, beteiligten sich mit eigenen Aktionen.
Auch der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Westerwald war mit einem Stand vertreten. Die Ehrenamtlichen Monika Günter und Sora Schwarz sowie Fundraiserin Doris Koch hatten eine besondere Mitmachaktion vorbereitet: Unter dem Motto „Was könnt ihr hier fühlen?“ konnten Kinder den Inhalt bunter Fühlkartons ertasten und entdecken. Während die kleinen Besucher spielerisch ihre Sinne erprobten, bot sich für Eltern und andere Interessierte die Gelegenheit, mehr über die Kinder- und Jugendhospizarbeit zu erfahren. So entstanden in ungezwungener Atmosphäre Gespräche über ein Thema, das im Familienalltag oft wenig Raum hat.

Welthospiztag: Offen über Leben, Sterben und Begleitung sprechen

Wie wichtig der offene Austausch über schwere Erkrankungen, Sterben und Trauer ist, zeigte sich auch bei der Veranstaltung anlässlich des Welthospiztags am 30. September im CINEXX Hachenburg. Unter dem Motto „So bunt wie das Leben. Hospiz.“ informierten verschiedene Hospiz- und Unterstützungsorganisationen über ihre Angebote und standen für persönliche Gespräche zur Verfügung. Ergänzt wurde das Programm durch die Vorführung des Spielfilms „Ich sterbe. Kommst du?“ von Regisseur Benjamin Kramme.
Auch der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Westerwald beteiligte sich mit einem Informationsstand. Im Mittelpunkt stand dabei eine Botschaft: Hospizarbeit beginnt nicht erst am Lebensende. Sie bedeutet auch, Familien über längere Zeit zu begleiten, Angehörige zu entlasten, Geschwister einzubeziehen und Raum für Sorgen, Fragen und gemeinsame Erlebnisse zu schaffen.
Die beiden Veranstaltungen boten dem Dienst wertvolle Gelegenheiten, seine Angebote bekannter zu machen, bestehende Netzwerke zu stärken und neue Kontakte zu knüpfen. Denn je mehr Menschen von den Unterstützungsmöglichkeiten wissen, desto eher können betroffene Familien erreicht werden.

Welthospiztag Westerwald

v.l.n.r.: Monika Günter (Ehrenamtliche) und Doris Koch (Fundraiserin) beim Welthospiztag im CINEXX Hachenburg | ©Foto: Luca Weilberg